NexTune im Einsatz: So finden Sie bessere Einstellungen
Was Sie eingeben, was NexTune berechnet und was Ihr Team an der Maschine entscheidet. Der gesamte Ablauf an einem Beispiel aus der Fertigung.

Die Schnittkante soll sauberer werden, die Bearbeitung aber nicht länger dauern. Ihr Team kennt die Maschine und hat Ideen für Leistung, Vorschub und Gasdruck. Offen ist, welche Kombination Sie zuerst testen sollten und woran Sie eine echte Verbesserung erkennen.
An dieser Stelle unterstützt NexTune. Die Software plant Versuche auf Basis Ihrer Messwerte und hält Ergebnisse für das Team fest. Das folgende Beispiel beschreibt einen möglichen Arbeitsablauf. Es enthält keine gemessenen Kundenergebnisse.
1. Beschreiben Sie, was besser werden soll
Legen Sie die Maschine und den zu untersuchenden Prozess an. Beim Laserschneiden halten Sie etwa Material, Dicke und eingesetzte Düse als Kontext fest. Leistung, Vorschub und Gasdruck sind mögliche Stellgrößen. Ihr Team entscheidet, welche davon verändert werden dürfen.
Danach definieren Sie die Messgrößen. Erfassen Sie zum Beispiel Schnittqualität und Bearbeitungszeit getrennt und legen Sie ihre Bedeutung für die Bewertung fest. Messen Sie auch die heutige Einstellung. Dieser Ausgangswert zeigt später, ob die neue Kombination tatsächlich weiterhilft.
- Prozess und Material eindeutig benennen
- Zulässige Bereiche und Schrittweiten prüfen
- Messmethode und Bewertung festlegen
- Heutige Einstellung als Referenz erfassen
2. Prüfen Sie den vorgeschlagenen Versuch
NexTune liefert einen konkreten Satz von Einstellwerten. Zu Beginn sammelt die Versuchsreihe Erkenntnisse im erlaubten Bereich. Mit genügend gültigen Messungen kann das Modell Kombinationen gezielter anhand von erwartetem Ergebnis und Unsicherheit auswählen.
Die Prognose ist eine Schätzung. Sie kann helfen, den Versuch einzuordnen, ersetzt aber nicht die Messung. Ihr Team prüft den Vorschlag am aktuellen Maschinenzustand und übernimmt die Werte selbst. Eine direkte Maschinenanbindung ist dafür nicht nötig.
3. Nutzen Sie Grenzen und Fehlversuche für die Prüfung
SafeTune prüft konfigurierte Parametergrenzen, Schrittweiten und Regeln. Es berücksichtigt außerdem bekannte Fehlbereiche. Ist etwa eine Kombination bereits wiederholt fehlgeschlagen, kann sie bei weiteren Vorschlägen ausgeschlossen werden.
Bei ausreichender Datenlage wird ein statistisches Ausfallrisiko ausgewiesen. Fehlen passende Daten, bleibt die Einschätzung offen. Ein niedriger Schätzwert ist keine Aussage über die physische Sicherheit der Maschine. Schutzeinrichtungen, Betriebsanweisungen und die Prüfung vor Ort bleiben erforderlich.
Harte Sperren lassen sich nicht übersteuern. Ein hohes statistisches Risiko kann dagegen eine gesonderte Entscheidung mit Begründung durch berechtigte Personen erfordern.
4. Bauen Sie auf passenden früheren Versuchen auf
Wenn Ihr Betrieb bereits einen ähnlichen Prozess untersucht hat, kann Process Memory passende Einstellungen als Ausgangspunkt vorschlagen. Dazu werden unter anderem Maschine, Kontext, Parameter und Messgrößen verglichen. Die verwendeten Quellversuche bleiben sichtbar.
Ein Erfolg bei einer anderen Materialstärke beweist noch keine Verbesserung im aktuellen Auftrag. Deshalb dienen frühere Ergebnisse als Starthilfe. Die neue Optimierung erhält eigene Messwerte, und Daten anderer Kunden werden nicht einbezogen.
5. Entscheiden Sie, ob ein weiterer Versuch lohnt
Nach jedem Lauf erfassen Sie Ergebnisse und Status. Ein tatsächlicher Fehlversuch und ein Messfehler werden getrennt behandelt: Der eine liefert Hinweise auf einen problematischen Bereich, der andere darf die Bewertung nicht verfälschen.
Der Versuchsplaner zeigt die aktuelle Phase und schätzt den weiteren Aufwand. Wenn die Verbesserungen abflachen, kann er Bestätigungsläufe oder den Abschluss empfehlen. Ihr Team entscheidet, ob es fortsetzt. Die geschätzte Versuchszahl passt sich an neue Ergebnisse an.
6. Prüfen Sie gute Einstellungen durch Wiederholung
Mehrere starke Ergebnisse bilden die Grundlage für eine vorgeschlagene Rezeptur und ein Prozessfenster. Darin stehen ein empfohlener Mittelpunkt, beobachtete Bereiche und die zugrunde liegenden Versuche.
Wiederholungsläufe bestätigen zunächst die tatsächlich getestete Einstellung. Sie beweisen nicht jede mögliche Kombination innerhalb der angezeigten Bereiche. Ändern sich Material, Werkzeug oder Prozessbedingungen, muss Ihr Team die Übertragbarkeit erneut prüfen.
Rezepturen werden versioniert. So bleibt erkennbar, welche Version gilt und auf welchen Ergebnissen eine Freigabe beruht.
| Schritt | Vorhandener Nachweis | Nächste Entscheidung |
|---|---|---|
| Vorschlag | Modellschätzung für einen Parametersatz | Versuch prüfen und durchführen |
| Guter Messwert | Ergebnis unter den erfassten Bedingungen | Einstellung erneut testen |
| Erfolgreiche Wiederholung | Ergebnis an der getesteten Einstellung bestätigt | Rezeptur fachlich bewerten und freigeben |
Was die einzelnen Schritte belegen
- Schritt
- Vorschlag
- Vorhandener Nachweis
- Modellschätzung für einen Parametersatz
- Nächste Entscheidung
- Versuch prüfen und durchführen
- Schritt
- Guter Messwert
- Vorhandener Nachweis
- Ergebnis unter den erfassten Bedingungen
- Nächste Entscheidung
- Einstellung erneut testen
- Schritt
- Erfolgreiche Wiederholung
- Vorhandener Nachweis
- Ergebnis an der getesteten Einstellung bestätigt
- Nächste Entscheidung
- Rezeptur fachlich bewerten und freigeben
7. Machen Sie den Fortschritt besprechbar
In Diagrammen vergleichen Sie die Versuche. Mit eigenen Produktionsmengen und Kosten können Sie Szenarien für Zykluszeit, Ausschuss, Energie, Gas, Material und Werkzeug berechnen. Annahmen und negative Effekte bleiben Teil der Auswertung.
Unterscheiden Sie dabei zwischen freier Kapazität und gespartem Geld. Eine kürzere Laufzeit kann Platz für weitere Aufträge schaffen, ohne unmittelbar eine Rechnung zu senken. PDF und CSV halten Ergebnisse für Besprechungen, Freigaben und weitere Analysen fest.
8. Beginnen Sie mit einem überschaubaren Prozess
Wählen Sie eine Maschine, ein wiederkehrendes Problem und Messgrößen, die Ihr Team zuverlässig erfassen kann. Reservieren Sie Zeit für Versuche und bestimmen Sie, wer Ergebnisse bewertet. So lässt sich prüfen, ob NexTune in Ihren Arbeitsalltag passt.
Die Testphase dauert 30 Tage und umfasst eine aktive Maschine. Eine Kreditkarte ist nicht erforderlich. Das Ziel des Tests ist ein nachvollziehbarer Vergleich mit Ihrer Ausgangseinstellung, auf dessen Basis Sie über den weiteren Einsatz entscheiden.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Ersetzt NexTune die Erfahrung unserer Bediener?
Nein. Ihr Team legt den Prozessrahmen fest, prüft Vorschläge und bewertet Ergebnisse. NexTune unterstützt vor allem die Auswahl und Dokumentation der Versuche.
Brauchen wir historische Daten zum Start?
Nicht zwingend. Sie können mit einer neuen Versuchsreihe beginnen. Frühere kompatible Optimierungen aus Ihrer Organisation können den Einstieg unterstützen.
Ist eine validierte Rezeptur automatisch überall einsetzbar?
Nein. Die Bestätigung gilt für die getestete Einstellung und die dokumentierten Bedingungen. Ein anderes Material oder Werkzeug kann eine neue Prüfung erfordern.


